Unsere Zielmärkte.

UNIDO ITPO Germany will seine Aktivitäten ausbauen und in Programmen bündeln, die den Entwicklungsschwerpunkten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und der UNIDO entsprechen.

 

Die Programme für Länderpartnerschaften .

Die Programme für Länderpartnerschaften (Programmes for Country Partnership, PCP) bilden das Rückgrat des Multi-Stakeholder-Ansatzes der UNIDO zur Beschleunigung der Verwirklichung einer integrativen und nachhaltigen industriellen Entwicklung (ISID). Derzeit werden die Programme in Kambodscha, Äthiopien, Kirgisistan, Marokko, Peru und Senegal umgesetzt. Die PCPs reagieren auf die nationalen Herausforderungen der industriellen Entwicklung, indem sie alle relevanten Akteure – die Regierung, die Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen (DFI), den Privatsektor, die Wissenschaft und andere Entwicklungspartner – zusammenbringen, um Wissen, Fachwissen, Technologie sowie die Finanzmittel und Investitionen freizusetzen, die zur Förderung von ISID erforderlich sind.

Laufende PCP´s


Kambodscha


Äthiopien


Kirgisistan


Marokko


Peru


Senegal

Zukünftige PCP´s


Elfenbeinküste


Ägypten


Ruanda


Zambia

Afrika. Europas Partnerkontinent.

Afrika und Europa sind Nachbarkontinente: Vom spanischen Festland bis nach Marokko sind es gerade einmal 14 Kilometer. Neben dieser geographischen Nähe sind beide Kontinente durch eine gemeinsame Geschichte und Kultur in besonderer Weise verbunden.

Nachdem Afrika über viele Jahre vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erfahren hat, steht der Kontinent inzwischen auf den vorderen Plätzen der EU-Agenda. Die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas hat das Interesse der gesamten Welt geweckt. Allerdings müssen Deutschland und der Rest Europas noch sichtbarer in der Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika auftreten.

„Compact with Africa“

Als Deutschland im Jahre 2017 die G20-Präsidentschaft übernahm, richtete die Bundesregierung ihr Augenmerk ganz auf Afrika. Sie rief die Initiative „Compact with Africa“ ins Leben, die auf eine gleichberechtigte und auf Dauer angelegte Partnerschaft ausgerichtet ist. Die Initiative soll die Bedingungen für den Handel und Privatinvestitionen verbessern, um Infrastrukturprojekte in Gang zu setzen und Arbeitsplätze zu schaffen. Denn ohne private Investitionen ist eine nachhaltige Entwicklung in Afrika nicht möglich. Zwölf Länder haben sich der Initiative bisher schon angeschlossen. Dies sind Äthiopien, Ägypten, Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste), Ghana, Guinea, Marokko, Ruanda, Senegal, Togo und Tunesien.

Der „Compact with Africa“ ist eine politische Selbstverpflichtung. Eine finanzielle Unterstützung ist damit nicht verbunden. Deshalb vereinbarte das BMZ im Juni 2017 mit Tunesien, der Elfenbeinküste und Ghana zusätzlich sogenannte Reformpartnerschaften, mit dem Ziel diese Länder noch stärker zu unterstützen.

Zukunftsvertrag mit Afrika

Während der deutschen G20-Präsidentschaft hat Deutschland auch den „Marshall Plan mit Afrika“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine politische Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ), die maßgeblich auf Entwicklungsminister Gerd Müller zurückgeht. Der Marshallplan wird von drei Säulen und mehr als 100 Reformideen getragen.

Der Zukunfts­vertrag mit Afrika.
Für eine bessere Zukunft.

Afrika im Fokus.

Die drei Säulen des Marshallplans mit Afrika

1. Wirtschaft, Handel und Beschäftigung

2. Frieden, Sicherheit und Stabilität

3. Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte

Initiativen in weiteren sechs afrikanischen Staaten

Der nächste große Schritt in der Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika erfolgte im darauffolgenden Jahr. 2018 startete das BMZ in sechs Staaten eine Initiative für Schulungsmaßnahmen sowie zur Schaffung von Jobs. Die Maßnahmen sollen eng mit den UNIDO-Programmen für Länderpartnerschaft (Programmes for Country Partnership, PCP) in ausgewählten Staaten verknüpft werden. Diese konzentrieren sich auf solche afrikanische Staaten, die in einigen Wirtschaftssektoren bereits ein hohes Wachstumspotential aufweisen und sich deshalb in besonderer Weise für eine industrielle Entwicklung eignen. Dazu zählen Großprojekte wie Industriezonen oder -parks sowie Industriecluster. Ziel der UNIDO ist es, eine inklusive und nachhaltige industrielle Entwicklung zu beschleunigen.

„Third Industrial Development Decade for Africa”

Die Aufgabe von ITPO Germany ist es, die erwähnten Initiativen der Bundesregierung und der UNIDO unter den Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit bekannt zu machen. Zugleich sollen die Initiativen mit Vertretern des Privatsektors vernetzt werden, die sich in den ausgewählten Staaten engagieren möchten, darunter zum Beispiel den Anbietern nachhaltiger Technologien.

Darüber hinaus unterstützt ITPO Deutschland die Umsetzung der „Third Industrial Development Decade for Africa“ (IDDA III, 2016-2025). Darin wurde die UNIDO aufgefordert, die Durchführung des Programms für die IDDA III unter Berücksichtigung verschiedener Entwicklungsrahmen, die sich auf Afrika konzentrieren, zu entwickeln, zu operationalisieren und zu leiten. Dies schließt auch den “Action Plan for the Accelerated Industrial Development of Africa”, die “2030 Agenda for Sustainable Development” sowie die “Addis Ababa Action Agenda” und die “African Union’s Agenda 2063” mit ein.